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Spiegeltherapie

 

Die Spiegeltherapie ist ein relativ neues Therapieverfahren.

Dabei wird ein Spiegel so in der Körpermitte des Patienten platziert, dass Bewegungen des gesunden Arms durch den Blick in den Spiegel als Bewegungen des betroffenen Arms wahrgenommen werden. Der gelähmte Arm liegt hierbei hinter dem Spiegel und der nicht-gelähmte Arm vor dem Spiegel.

Der gelähmte Arm wird dann entweder vom Therapeuten oder Angehörigen geführt, oder der Patient beobachtet die Bewegungen seines gesunden Armes im Spiegel, ohne dass eine Bewegung auf der gelähmten Seite stattfindet. Dadurch ergibt sich eine optische Illusion: Es scheint so, als würde sich der gelähmte Arm auch bewegen. Diese Illusion scheint bestimmte Hirnareale zu aktivieren, die einen positiven Einfluss auf die Rehabilitation haben. Da Menschen immer ihre Bewegungen zunächst über optische Signale steuern, wird dadurch auch der Effekt in der Spiegeltherapie besonders stark. 
Neben Vorstellungskraft und Konzentrationsfähigkeit braucht der Patient auch Motivation, entsprechende Übungen ebenso außerhalb der Therapiezeit durchzuführen.

Bei folgenden Krankheitsbildern findet die Spiegeltherapie Anwendung:

 

  • Schlaganfall
  • Phantomschmerzen
  • Sudeck-Dystrophie bzw komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS)
  • Handverletzungen

 

 

Aktualisiert (Samstag, den 05. Februar 2011 um 22:54 Uhr)