Perfetti
(kognitiv-therapeutische Übung nach Prof. Perfetti)
Das Perfetti-Konzept wurde von Carlo Perfetti, einem Facharzt für Neurologie und Leiter des Reha-Zentrums in Schio (Italien) speziell für Schlaganfallpatienten entwickelt. Er stellt bei der Therapie die aktive Aufmerksamkeit des Patienten und das Ziel der Bewegung in den Mittelpunkt der Behandlung.
Perfetti verwendet bei seiner Behandlung kognitiv-therapeutische Übungen. Bei diesen Übungen handelt es sich nicht um „mechanische“ Abläufe von Bewegungen, sondern das kognitive Lösen bestimmter Aufgaben unter Nutzung von afferenten Informationen (aus der Außenwelt) wird angestrebt. Der Patient lenkt seine Aufmerksamkeit auf das Spüren der Bewegung. Die verschiedenen Übungen sollen dem Patienten ermöglichen, seine pathologischen (kranken) Bewegungsmuster zu erkennen und kontrollieren zu lernen.
Übung 1. Grades:
Ziel ist es, dass der Patient wieder eine Vorstellung von Bewegung bekommt. Der Patient hat die Augen geschlossen und der Therapeut führt die Bewegung.
Übung 2. Grades:
Ziel ist es, dass der Patient wieder einen Teil der Bewegung selber übernimmt. Der Therapeut unterstützt die Bewegung nur noch teilweise.
Übung 3. Grades:
Hier lernt der Patient, die elementaren Schemata der Bewegung zu kontrollieren.

Aktualisiert (Freitag, den 29. Oktober 2010 um 12:50 Uhr)

